Fluglinien als Vorbild? Wie ein Check-In Prozess im Hotel nach der Krise aussehen könnte.

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Vom Fliegen sind wir das ja schon gewohnt, dass wir wie eine Herde durch mehrere Sicherheitskontrollen durchgeschleust werden, bevor wir einsteigen und Richtung Urlaubsziel  abheben können. Intensive Ticket- und Pass-Kontrollen beim Check-In, Koffer-Kontrolle, Gewicht und Größe, diverse Fragenkataloge, von „haben Sie selbst gepackt“ bis „waren Sie wegen eines Drogendeliktes im Gefängnis“ oder „haben Sie exotische Tiere im Gepäck?“ sind fast alle Skurrilitäten dabei.

Blüht uns das nun auch im Hotel? Ärztliches Attest?

Spielen wir das Gedanken-Experiment mal im Detail durch.

Der Gast, sagen wir er heißt Hans, hat sich unser Hotel für den Sommerurlaub ausgesucht. Er will buchen und muß – eventuell – bereits bei der Buchung sein ärztliches Attest – sowie das aller Mitreisenden – hochladen. Hat er überhaupt eines, wo kriegt er das, wie alt darf es sein?

Aber nur so erhält er seine Buchungsbestätigung – oder?  

An der Reception stehen wir, natürlich mit Maske und Handschuhen, wahrscheinlich auch hinter einer Glasscheibe und erwarten unsere Gäste. Müssen wir Fieber Messen, Schnelltests machen? Kein Hand-Shake, das Lächeln hinter der Maske? Bezahlung nur mehr mit Karte – eh klar. Hygienische Schlüsselübergabe – am besten mit QR Code am Handy – oder anders virtuell.

Unterschriften, Unterschriften, Unterschriften

Dann darf Hans den Meldezettel ausfüllen – mit mindestens 4 Unterschriften – Meldedaten, DSGVO, Card-System, „Gesundheits-Bestätigung“.

Die Sichereitseinweisung

Und die Receptionistin weißt Hans und seine Begleitung – wie eine Stewardess im Flieger – in die Sicherheitsvorschriften im Hotel ein – welche Bereiche wie zu begehen sind, mit wem, Abstand, Verhaltensregeln – das volle Paket -vielleicht muß er auch noch das unterschreiben, dass er das gehört – und verstanden – hat.

Und jeder bekommt eine Karte mit den Anweisungen zum Selbststudium noch mit. Gut, dass wir diese im heurigen Sommer wahrscheinlich nur auf Deutsch brauchen werden.

Wahnsinn – aber so oder so ähnlich wird’s werden!

Hans freut sich irgendwie trotzdem immer noch auf seinen Urlaub. Unglaublich.

Die 3 To Dos:

  • Gehen Sie im Geiste Ihre Hotel-Bereiche durch, definieren Sie die Kontaktpunkte und überlegen schon heute, wie Sie das „Abstand halten“ umsetzen könnten
  • Binden Sie Ihre Mitarbeiter ein, die haben oft die besseren Ideen
  • Versuchen Sie, das alles mit Humor zu nehmen – anders ist das kaum zu ertragen.