Interior Design Hotellerie Die Gastgeberinnen Patricia Prodinger

Interior Design und Staging – Der Quick Guide, den Sie am besten während der Pandemie im eigenen Betrieb umsetzen können

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Gastbeitrag von Patricia Prodinger, MSc. Co-Founderin von Welcome Places

Die Pandemie dauert noch an und die Betriebe sind so leer wie nie zu dieser Zeit. Erschreckend und deprimierend. Kopf hoch! Machen Sie das Beste daraus und nutzen Sie die leeren Räume und Zimmer, um diese Schritt für Schritt zu analysieren und zu verbessern – wie Designer.

Überraschen Sie Ihre Gäste und planen Sie Veränderungen, die vielleicht schon lange notwendig waren.

Diese 4 Schritte müssen Sie beachten, um Ihr Hotel wie ein professioneller Interior Designer zu planen:

  1. ANALYSE UND ZIRKULATION

Dieser Schritt ist wohl der Wichtigste! Stellen Sie sich in die Mitte des Raumes und analysieren Sie ihn. Zeichnen Sie den Grundriss und markieren Sie Fenster, Türen und Haupteingänge. Nun versuchen Sie zu verstehen, welche Nutzer diesen Raum betreten. Im Falle einer Rezeption wären das Gäste (Neue Anreisen, Hausgäste die Fragen haben, Hausgäste, die den schnellsten Weg zum Buffet suchen, Hausgäste die Warten) und natürlich Ihre Mitarbeiter (Rezeptionisten, Hausdamen und -herren, Servicekräfte, Hausmeister etc.).

Nun zeichnen Sie mit Pfeilen die Zirkulation nach und schauen Sie, ob sich die Nutzer optimal bewegen können. Vielleicht steht ein Sofa im Weg oder vielleicht sollte ein weiterer Durchgang implementiert werden. Letzteres setzt natürlich gröbere Maßnahmen voraus.

Zeichnen Sie in diesem Schritt auch Leuchtmittel ein und schauen Sie, ob diese gut im Raum verteilt sind.

  1. STILWELT UND MOODBOARD

Finden Sie Ihren Stil und setzten Sie diesen konsequent durch. Die Stilwelt muss zu Ihnen passen. Sie müssen den Stil Ihren Gästen verkaufen und daher authentisch und leidenschaftlich leben. Wenn Sie sich für eine Stilwelt entschieden haben bleiben Sie dabei!!!!

Einer der wichtigsten Lektionen während des Interior Design Studiums in Florenz war: „If you do something, do it strong!“. Genau das trifft hier zu.

Im Folgenden haben wir ein paar Stilwelten ausgewählt, von denen Sie sich inspirieren lassen können:

  • Country
  • Minimal
  • Ethnic
  • Vintage
  • Mediterranean
  • Pop
  • Surrealist
  • Industrial

Geben Sie die Begriffe in Suchmaschinen oder auf Pinterest ein und schauen Sie, was Sie am meisten anspricht.

Als nächsten Schritt erstellen Sie ein Moodboard. Es dient als Leitfaden zur Umsetzung und beschreibt Gefühle, die von den einzelnen Räumen erzielt werden soll. Je abstrakter desto besser denn desto kreativer sind Sie! Das Moodboard kann Materialien, Bilder, Kunst, etc. enthalten. Es sollte auch die Farben enthalten, mit denen Sie arbeiten möchten.

  1. MÖBEL BOARD

Nun geht es ans Eingemachte: Die Möbel, welche im ersten Schritt grob definiert wurden, werden nun ausgewählt. WICHTIG: Sie müssen zum ausgewählten Stil und zum Moodboard passen! Wenn nicht – Finger weg! Sonst wird die Komposition unharmonisch! Schnellkäufe unbedingt vermeiden. So sparen Sie Zeit und Geld.

  1. PLANUNG UND ÜBERSICHT

Erstellen Sie ein übersichtliches Board pro Raum. Entweder visuell mit Möbel-Boards, Farb-Schemen und Skizzen oder schriftlich auf einem A4 Blatt. Was jedoch immer wichtig ist: eine Skizze! Dient zur Orientierung und hilft dabei, nichts zu vergessen. Nehmen Sie ein DIN A4 Blatt und unterteilen Sie es in folgende Bereiche: Skizze, Nutzer, Probleme (Problembereiche wie Bar zu klein), Entsorgen (Möbel die weichen müssen – verkaufen oder entsorgen), Investieren (was muss neu gekauft werden, Boden austauschen, etc.), Wer (wen brauchen Sie dazu, Handwerker etc.).

Nun kann nichts mehr schief gehen! Wir wünschen viel Freude und viel Erfolg beim Planen und Umsetzen!

PSSST… HIER SIND NOCH 3 KLEINE TAKEAWAYS FÜR SIE

Definieren Sie einen Blickfang oder „Focal Point“ in ihren Räumen. Er soll ins Auge stechen und einen gewissen Überraschungseffekt liefern.

„Can you see the photo?” Beachten Sie, dass Gäste im Urlaub gerne Fotos machen. Behalten Sie „Fotoplätze“ immer im Kopf und versuchen Sie so viele spannende Kulissen wie möglich zu produzieren.

„Stay yourself and think different“ Wählen Sie nur Stile, die IHNEN gefallen und die SIE repräsentieren. Es verschafft Authentizität und Kontinuität. Wichtig: kreativ bleiben und inspirieren lassen anstatt zu kopieren.

Wenn Sie auf der Suche nach Interior Beratung für Ihren Betrieb sind, melden Sie sich jetzt für ein kostenloses Erstgespräch!

www.welcomeplaces.com

welcome@welcomeplaces.com

+43 676 40 40 001

Patricia Prodinger ist Co-Founderin von Welcome Places, der neuen Full-Service Interior Design Agentur für Eigentümer von Ferienimmobilien. Mit einer Ausbildung in der Hotellerie, einem Wirtschaftsstudium sowie einer Interior Design Ausbildung in Florenz bietet sie Einblicke in die Materie. Einfach umsetzbar für Hoteliers während der ruhigen Zeit.

Hier gehts zum Video vom Stammtisch mit Patricia.